Den folgenden Text hat Eberhard Matzat verfasst, ein Mitglied der BI und beratender Biologe:

                                     Zu fällen einen großen Baum

                                     bedarf es einer Stunde kaum.

                                     Zu wachsen, bis man ihn bewundert

                                     braucht es aber ein Jahrhundert!

Die Burger Gemeindevertretung hat schon seit vielen Jahrzehnten ein gebrochenes Verhältnis zum innerörtlichen Grün, besonders aber, was Bäume betrifft.

                                             Sündenregister

1. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre wurde eine Baumschutzsatzung abgelehnt, mit der Begründung, dass zahlreiche Bürger bei Bekanntwerden und vor Inkrafttreten noch schnell ortsbildprägende Bäume und solche, die es werden könnten, abholzen würden.

2. In der Kurve an der Lindenstraße wurden mehrere Kopflinden gefällt, die in Beeten wuchsen, mit der Begründung, sie würden Autofahrern die Sicht in die Kurve nehmen. Heute versperren Autos auf dem Parkstreifen in der Kurve eben diese Sicht garantiert.

3. Gegenüber der ehemaligen Redaktion des Burger Kuriers wurden zwei gesunde Linden am Zugang zum Gelände der Schlachterei Dohrn gefällt.

4. Bei der Verlegung von Rohren und Kabeln in der mittleren Waldstraße wurden nach dem Schließen des Grabens später ca. 10 Linden gefällt mit der Begründung, bei einem Sturm aus Osten würden die Bäume auf die Häuser kippen. (Man hatte dicke Wurzeln zersägt, anstatt Rohre und Kabel durch Schächte zu schieben. Die Fällaktion war auf jeden Fall teurer!)

5. Eine Reihe Linden “im zweiten Glied” wurde am Parkplatz Große Bergstraße gefällt.

6. Nachdem das Fällen der über 30 Linden in der Voßallee in den 80er Jahren abgewendet war, sollte das Wort “Allee” durch gepflanzte Bäume auf der anderen Seite erfüllt werden.

7. Ohne Beschluss der Gemeindevertretung ordnete der damalige Bürgermeister, Herr Petrowski, die Fällung riesiger alter und gesunder Bäume am Ortsausgang bei der alten Eibe an. Heftiger Protest rettete die letzten Veteranen.

8. Unsachgemäßes Umpflanzen zweier junger Linden, vor Herrn Gastells Haus wegen Sanierung der Bahnhofsstraße dem Erdreich entnommen, starben im Sommer vor dem Eingang zum C - Stadion.

9. Vielen von uns ist noch der Kampf gegenwärtig, der die Linden im Ortseingang Buchholzer Straße rettete und sogar durch Anordung der ULB eine Neuanpflanzung erfolgte.

10. Von den Blutahorn-Bäumen, Ersatz für die gefällten Linden in der Waldstraße, wurden von Privat wieder bereits mehrere Bäume gefällt.Das wäre mit einem Burger Baum-Kataster oder gar mit einer Baumschutzsatzung nicht passiert.

Wer wissen will, wie stark der Ortskern von Burg einst mit Bäumen eingegrünt war, der blättere nach in dem Ansichtskarten - Bildband “Grüße aus Burg i. Dithm”, von Hans-Peter Lausen!

September 2007: Der bei den Burgern sog. “Sargdeckel” (umgedrehter Kahn), ein Geschenk der Kahnschiffergilde, wurde nun durch ein Reetdach ersetzt.

Sommer 2008: Dieser Brunnen schmückt nun den Holzmarkt.

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In freiwilliger Eigenarbeit haben einige Burger die betongrauen Pflanzkästen farblich gestaltet.