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Resümee
Es wirkte wie ein Rollkommando. Innerhalb von drei Stunden waren 6 fast hundert Jahre alte kerngesunde Bäume gefällt, zerlegt und die Stubben gefräst. Das Umgestalten zu Kopflinden hätte ca. 3000 Euro gespart. So etwas nennt man Verschwendung von Steuergeldern.
Aber das ist noch nicht alles. Die gesamte Neugestaltung des Platzes mit Sitzgruppen, Springbrunnen und Spielzeugbäumen (Kugelahorn, max. Wachstumshöhe ca. 3 m) wird mindestens 16 000 Euro, eher 20 000 Euro kosten. Will das die Bevölkerung in Burg oder will das nur der Gemeinderat? Eine Bürgerversammlung, für die man keine Notwendigkeit sah, hätte hier Klarheit gebracht. Zu spät!
Wie sieht “Baumpolitik” in Burg aus? Nachdem die schönen alten Gebäude (Hotel zur Linde, Schütt’s Gasthof, Deinertsches Haus, Marburger Hof) im Ortskern verschwunden sind, will dieser Gemeinderat den Ortskern auch entbaumen, so zumindest der Eindruck.
Auf welche Art und Weise geschieht dies? Linden sind überaus robuste Bäume, die jeden Schnitt problemlos verkraften. In ganz Norddeutschland werden Linden, wenn sie zu groß werden, zu Kopflinden umgestaltet. Nicht in Burg.
Hier werden die Linden regelmäßig unten ausgeastet (immer höher), sodass die Bäume notgedrungen mächtige Kronen bilden. Gleichzeitig wird im Wurzelbereich viel getan, was den Bäumen ungemein schadet. Gleichgültigkeit? Gedankenlosigkeit? Absicht?. Es werden z. B. Fundamente erstellt, Kabel und Rohre verlegt, Baumaterialien dicht abgelegt, Platten verlegt, zubetoniert usw. Die Wurzeln können dadurch die mächtigen Kronen nicht mehr versorgen, dürre Äste sind die Folge. Großes Geschrei! “Verkehrsgefährdung, haut sie um, weg mit dem Schiet!”
Eine Umgestaltung zu Kopflinden würde alle Probleme lösen. Man muss es nur wollen.
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